Mit altem Schwung ins neue China

Die traditionelle Architektur Chinas hat nicht zuletzt durch einschlägige Kinofilme den Weg ins kollektive Gedächtnis der westlichen Welt gefunden. Die Shaolin-Mönche lassen grüßen. Doch Bilder aus dem modernen China haben diese selektive Wahrnehmung erweitert, wenn nicht gar ersetzt. Die Millionenstädte mit ihren Hochhauslandschaften sind in den Medien überaus präsent. Shanghai tritt mit seiner Skyline in Konkurrenz zu New York. Die alten Tempel und Paläste mit ihren leuchtenden Farben und geschwungenen Dächern scheinen zunehmend in den Hintergrund zu rücken. Doch es gibt auch Bauprojekte, die diesem Trend entgegen wirken. Das zeigt ein Wohnkomplex in Suzhou.

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Entwicklungen kommen manchmal rasant daher. Im Zuge der industriellen Revolution im 19. Jahrhundert wurden neue Transportmittel benötigt und neben Eisen und Stahl auch bis dahin kaum verwendete Metalle genutzt. Zu den bekanntesten neuen Transportmitteln dieser Zeit zählt die Eisenbahn, zu den neuen Metallen Zink. Bei beiden gibt es in der Entwicklung zahlreiche Parallelen und Überschneidungen, welche bis in die heutige Zeit hineinreichen.

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Manhattans Gusseisen-Architektur als Vorbild

Viele Projekte, die Zink als Bekleidungsmaterial für die Außenhülle einsetzen, beziehen ihren Charme aus der Gegenüberstellung des Werkstoffs mit anderen Baumaterialien wie Glas, Holz oder Ziegel. Seltener kommt es vor, dass mit Zink die Anmutung eines anderen Materials explizit nachgebildet wird. Ein bemerkenswertes Beispiel dafür gibt es in der Stadt Morristown, 50 Kilometer westlich von New York. Hier hat das Architekturbüro Marchetto Higgins Stieve Architects für das Wohngebäude „The Metropolitan Lofts“ eine Zinkfassade entworfen, welche sich die Gusseisen-Architektur zum Vorbild nimmt, die im Manhattan des 19. Jahrhunderts ihre Blütezeit erlebte.

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Sakrale Bauten

Die Adventszeit steht vor der Tür. Sie wird in diesem herausfordernden Jahr anders als sonst werden. Dennoch nutzen wir die Gelegenheit und werfen einen Blick auf sakrale Architektur. Bedachungen von Kirchen wurden schon vor Jahrhunderten mit Metall gedeckt. Man denke an das Blei für Dach und Kuppeln auf dem Markusdom in Venedig. Einige Zeit später kam für Kirchendächer das dauerhafte Metall Kupfer und mit ihm die Stehfalztechnik hinzu.

Saint-Barthélemy in Lüttich ist ursprünglich eine romanische Kirche aus dem 11. und 12. Jahrhundert.
Teile das Dachs wurden Anfang des 19. Jahrhunderts mit dem damals neuen Werkstoff Zink eingedeckt.
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Mit Präzision in die Kurve gelegt

In Einkaufsstraßen richtet sich die Aufmerksamkeit meist auf die Auslagen in den Schaufenstern. Selten wandert der Blick nach oben. Und das ist nicht verwunderlich, denn wenig Anziehendes ist dort zu finden, moderne Zweckbauten dominieren meist das Bild. Doch hebt man in der Haupteinkaufstraße Osnabrücks, der Großen Straße, an der richtigen Stelle die Augen, fällt der Blick auf eine bemerkenswerte Zinkfassade. Sie biegt sich mit dem Straßenverlauf in eine leichte S-Kurve und strahlt eine Ästhetik aus, die sich aus der Präzision ergibt, mit der die Großrauten verlegt wurden. In der VMZINC-Oberflächenqualität AZENGAR ausgeführt, scheint die Fassade bei sonnigem Wetter fast zu strahlen, denn die besonders matte Beschaffenheit der gravierten Oberfläche fängt das Sonnenlicht ein und reflektiert es in einem hellen, intensiven Licht.

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Geht das überhaupt?

Viele Baustoffe werden meist als flächige Elemente verwendet. Sie zu runden, ist manchmal sehr aufwendig und damit kostenintensiv. So sind beispielsweise gerundete Glasscheiben sehr selten. Rundungen mit Glas sind in Ihrer Herstellung anspruchsvoll, und bei größeren Radien lässt sich auch gut mit Segmentierungen arbeiten. Aber eine abgerundete Gebäudeecke, an der sich Fenster befinden, wird erst durch diese gerundeten Scheiben perfekt. Einen sehr schönen Beweis hierfür liefert das Shell-Haus in Berlin am Landwehrkanal.

Shell-Haus, Berlin 1930 bis 1932; Architekt: Emil Fahrenkamp
Die Fassade springt mehrfach entlang des Landwehrkanals zurück. In den gerundeten Ecken sind jeweils auch gerundete Scheiben platziert.
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Hier läuft es schief!

In kleinen Gemeinden auf dem Land findet man eher selten öffentliche Gebäude, die durch außergewöhnliche architektonische Ideen auffallen. Bei Sotto il Monte liegt der Fall etwas anders. Die Gemeinde in der italienischen Provinz Bergamo ist der Geburtsort des mittlerweile heiliggesprochenen Papstes Johannes XXII. Nach seinem Tod im Jahre 1963 hat sich Sotto il Monte zu einem Wallfahrtsort für gläubige Katholiken aus Italien und dem Ausland entwickelt.

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Ungewohnte Optik

Einfamilienhäuser sind eine wichtige Disziplin in der Architektur. Es ist bemerkenswert, wie intensiv sich Architekten bei der Planung dieser Bauvorhaben mit den Wünschen der Bauherren und dem Ort auseinandersetzen. Vieles will bedacht und beachtet werden. Die Wahl der Materialien, welche für die Gebäudehülle verwendet werden, richtete sich in der Vergangenheit oft nach den in nächster Umgebung vorkommenden. Die Dächer der Häuser wurden mit Schiefer, Ziegel, Reet gedeckt und es entstanden Fassaden aus Holz, Sichtmauerwerk oder Putz.

Haus mit Holzfassade
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