The sky is the limit

Die Antike kannte bereits mehrgeschossige Gebäude und die Sakralbauten der Gotik hatten Türme, welche über 100 Meter hoch waren. Dennoch waren dem Wachstum zum Himmel durch die verwendeten Baustoffe Grenzen gesetzt.

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Woolworth Building in New York (USA), 1913, Architekt: Cass Gilbert

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Zink ohne Scheuklappen: Wenn fehlende Tradition zum Vorteil wird

In Europa wird seit Jahrhunderten mit Zink gebaut. Es dient zur Dacheindeckung, für die Dachentwässerung und immer öfter zur Gestaltung von Fassaden. Die Art, wie Zink bei uns eingesetzt wird, folgt einer jahrhundertealten Tradition. Die Verarbeitung an Dach und Fassade beruht auf bewährten Handwerkstechniken. Zink ohne Scheuklappen: Wenn fehlende Tradition zum Vorteil wird weiterlesen

Hoch hinaus

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Schloss in Versailles, 17. Jahrhundert, Jules Hardouin-Mansart, Ansicht vom Park.
Im mittleren Teil der Fassade befand sich über dem Erdgeschoss eine Terrasse. Diese verschwand mit der Errichtung des Spiegelsaals. Die Fassade wurde geschlossen.

Was tun, wenn einem der Ort, an dem man lebt, so sehr gefällt, dass man gar nicht mehr weg möchte, die Wohnung aber zu klein ist? Ludwig XIV. erging es so. Er hatte das ehemalige Jagdschloss seines Vaters in Versailles zu seinem Wohnsitz erkoren und Paris verlassen. Doch mit zunehmendem Hofstaat wurde auch immer mehr Raum benötigt. Es musste angebaut werden. Das Schloss wuchs und es kam der Moment, in dem die zum Park gelegene Terrasse oberhalb des Erdgeschosses verschwand. Es wurde aufgestockt, der Spiegelsaal entstand. Hoch hinaus weiterlesen

Rhythmus im Blut

Firmenübernahmen ziehen oft strukturelle Änderungen nach sich. Auch private Krankenhäuser sind davor nicht gefeit. Für das Hospital im niederländischen Oldenzaal bedeutete die Übernahme durch das Medisch Spectrum Twente einen tiefgreifenden Wandel. Es war die Aufgabe von IAA Architecten aus Enschede, diesen Wandel zu begleiten und in ein neues Gebäudekonzept zu überführen. Rhythmus im Blut weiterlesen

Vom Regen in die Traufe

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Notre Dame in Amiens (Frankreich), 13. Jahrhundert
Die Ableitung des Regenwassers erfolgt über Wasserspeier

In unseren Breiten ist eine Sache sicher: es wird regnen. Früher oder später. Und wenn es soweit ist, wird die Entwässerung von Dachflächen entscheidend. Das Wasser, welches über die Dächer gotischer Kathedralen fließt, wird über Wasserspeier freigegeben und verteilt sich auf seinem Weg zum Boden in viele kleine Tropfen. Die Gebäudehöhe macht’s möglich. Vom Regen in die Traufe weiterlesen

Ein Licht in der Dunkelheit

Sakralbauten weisen den Weg zu einer höheren Wirklichkeit. Mit einem Schritt tritt der Mensch aus der profanen Welt hinein in den heiligen Raum. Besonders katholische Kirchbauten beeindrucken den Gläubigen dabei gerne mit einer überwältigenden Architektur als Symbol für die Macht Gottes. Die kleine Kapelle Nossa Senhora de Fátima ist anders. Sie wurde von Plano Humano Arquitectos aus Lissabon für eine landesweite Zusammenkunft von über 20.000 portugiesischen Pfadfindern entworfen. Das Gelände liegt in einem kargen, menschenleeren Hochland, nahe der Kleinstadt Idanha-a-Nova. Ein Licht in der Dunkelheit weiterlesen

Form und Funktion

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Kaufhaus Schlesinger & Mayer (heute Sullivan Center oder Carson Pirie Scott Building), Chigaco 1899, Architekt: Louis Sullivan

„Form follows function“ lautet eines der bekanntesten Architekturzitate. Es stammt von Louis Henri Sullivan, der für eine Architektur bekannt ist, in der Ornamente stets ein essentieller Bestandteil sind. Wie passt dies zusammen? Die Funktion ist bei vielen Dingen einfach zu benennen. Eine Tür verschließt einen Raum, auf einem Stuhl kann man sitzen, aber was ist die Aufgabe eines Ornaments? Das Auge erfreuen? Das auch, aber das ist wohl noch zu wenig. Ein Ornament kann uns Gebäude erklären, eine Geschichte erzählen. Man denke hierbei nur an die vielen Figuren einer gotischen Kathedrale, welche den Menschen des Mittelalters – fast alle Analphabeten – die Geschichten aus der Bibel schilderten. Form und Funktion weiterlesen

Transparenz kommt aus dem Morgenland

Viele Elemente der traditionellen islamischen Architektur entwickelten sich als Reaktion auf gleißendes Licht und hohe Tagestemperaturen. So verkleiden dekorative Holzgitter die Fensteröffnungen, um vor der Sonneneinstrahlung zu schützen und die Innenräume kühl zu halten. Diese Holzgitter werden auch Maschrabiyya genannt. Dank ihrer war es der muslimischen Damenwelt möglich, das Straßenleben zu beobachten, ohne sich um eine Verschleierung sorgen zu müssen. Transparenz kommt aus dem Morgenland weiterlesen

vertikal – horizontal – diagonal

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Berliner Bauakademie, 1836, Architekt: Karl Friedrich Schinkel

Fassaden werden durch Ihre Öffnungen, die verwendeten Materialien und die Fugen dazwischen strukturiert. Über viele Jahrhunderte waren Fensteröffnungen vertikal. Fassaden mit einer vertikalen Strukturierung waren in früheren Epochen bedingt durch die Tragfähigkeit der verwendeten Baustoffe, welche keine allzu breiten Öffnungen zuließ. Dies änderte sich mit der Verwendung von Stahl und Beton. Fensteröffnungen wurden breiter und dies führte in logischer Konsequenz zu Fassaden ohne opaken Teil, ganz aus Glas, ganz aus Öffnung bestehend. Aber auch Glaselemente sind nicht grenzenlos. Die Anordnung der Fugen blieb weiterhin essentiell. vertikal – horizontal – diagonal weiterlesen

Teatime am Kiosk

Mit seinen bescheidenen Dimensionen scheint der Brook Green Pavilion ein perfekter Ausdruck britischen Understatements zu sein. Doch als neuer Mittelpunkt einer innerstädtischen Grünanlage spielt er für sein regionales Umfeld eine bedeutsame Rolle. Gestaltung und Materialwahl zeugen von diesen Ambitionen. In das kleine Gebäude sind viele Ideen geflossen. Beispielhaft dafür steht nicht zuletzt das hochwertige Dach mit einer Zinkoberfläche in PIGMENTO rot von VMZINC. Teatime am Kiosk weiterlesen