Wettkampf im Höhlentempel

Auf den ersten Blick scheint ein Sportstadion wenig mit einer jahrtausendealten buddhistischen Höhlentempel-Anlage gemeinsam zu haben. Doch dem international tätigen Architekturbüro Populous ging es beim Entwurf des Datong Sports Center darum, bedeutende historische und geografische Besonderheiten der chinesischen Stadt Datong in die Architektur zu übertragen. Besonders die Yungang-Grotten dienten als Inspirationsquelle. Sie liegen etwa 16 km vom Stadtzentrum Datongs entfernt und beherbergen buddhistische Tempel, die größtenteils im 5. und 6. Jahrhundert aus dem Sandstein herausgeschlagen wurden. Die 252 Grotten von Yungang stellen gemeinsam die größte erhalten gebliebene Höhlentempel-Anlage Chinas dar und gehören seit 2001 zum UNESCO Weltkulturerbe. Wettkampf im Höhlentempel weiterlesen

Zweite Jugend für verwaiste Textilfabrik

Seit den 1930er Jahren behauptet sich eine kleine Textilfabrik im belgischen Kortrijk gegen die zunehmende Urbanisierung in ihrem Umfeld. Im Laufe der Jahrzehnte umschlossen immer mehr Wohngebäude die mittlerweile leerstehende Produktionsstätte. Lange Zeit blieb die Fabrik inklusive angeschlossener Direktorenwohnung ungenutzt und unbewohnt. Sie entwickelte sich zu einem störenden Fremdkörper, dem die Nachbarn gerne den Garaus gemacht hätten. Das änderte sich erst mit Caroline Vanbiervliet. Die Architektin war auf der Suche nach einem Heim für ihre fünfköpfige Familie samt neuen Räumlichkeiten für ihr Architekturbüro. Zweite Jugend für verwaiste Textilfabrik weiterlesen

Alter Hafen setzt neuen Kurs

Es ist nicht ganz einfach, einen stimmigen Übergang zwischen zwei Stadtvierteln mit unterschiedlichen Funktionen zu finden, noch dazu, wenn sie sich in der Bebauung deutlich unterscheiden. In Wismar ist dies gelungen. In der alten Hansestadt vermitteln nun zwei markante Neubauten zwischen den Speichern des ehemaligen Hafenviertels und den Gebäuden der benachbarten Altstadt. Das funktioniert über eine Staffelung der Dachflächen sowie durch verklinkerte Fassaden und Giebel. Die Schifferhus und Lotsenhus getauften Gebäude beherbergen 32 Ferienwohnungen und mehrere flexibel aufteilbare Gewerbeeinheiten. Alter Hafen setzt neuen Kurs weiterlesen

Tiere suchen ein Zuhause – VMZINC hat‘s gebaut

Hoch hinaus ging es in unserem letzten Blogbeitrag. Diesmal ändern wir die Blickrichtung und zeigen, dass Einfamilienhäuser noch lange nicht die kleinsten Bauwerke sind, die sich mit VMZINC realisieren lassen. Es geht noch zierlicher. Die Bewohner laufen dann allerdings eher auf vier Pfoten als auf zwei Beinen oder sie erheben sich in die Lüfte. Tiere suchen ein Zuhause – VMZINC hat‘s gebaut weiterlesen

Zink ohne Scheuklappen: Wenn fehlende Tradition zum Vorteil wird

In Europa wird seit Jahrhunderten mit Zink gebaut. Es dient zur Dacheindeckung, für die Dachentwässerung und immer öfter zur Gestaltung von Fassaden. Die Art, wie Zink bei uns eingesetzt wird, folgt einer jahrhundertealten Tradition. Die Verarbeitung an Dach und Fassade beruht auf bewährten Handwerkstechniken. Zink ohne Scheuklappen: Wenn fehlende Tradition zum Vorteil wird weiterlesen

Rhythmus im Blut

Firmenübernahmen ziehen oft strukturelle Änderungen nach sich. Auch private Krankenhäuser sind davor nicht gefeit. Für das Hospital im niederländischen Oldenzaal bedeutete die Übernahme durch das Medisch Spectrum Twente einen tiefgreifenden Wandel. Es war die Aufgabe von IAA Architecten aus Enschede, diesen Wandel zu begleiten und in ein neues Gebäudekonzept zu überführen. Rhythmus im Blut weiterlesen

Ein Licht in der Dunkelheit

Sakralbauten weisen den Weg zu einer höheren Wirklichkeit. Mit einem Schritt tritt der Mensch aus der profanen Welt hinein in den heiligen Raum. Besonders katholische Kirchbauten beeindrucken den Gläubigen dabei gerne mit einer überwältigenden Architektur als Symbol für die Macht Gottes. Die kleine Kapelle Nossa Senhora de Fátima ist anders. Sie wurde von Plano Humano Arquitectos aus Lissabon für eine landesweite Zusammenkunft von über 20.000 portugiesischen Pfadfindern entworfen. Das Gelände liegt in einem kargen, menschenleeren Hochland, nahe der Kleinstadt Idanha-a-Nova. Ein Licht in der Dunkelheit weiterlesen

Transparenz kommt aus dem Morgenland

Viele Elemente der traditionellen islamischen Architektur entwickelten sich als Reaktion auf gleißendes Licht und hohe Tagestemperaturen. So verkleiden dekorative Holzgitter die Fensteröffnungen, um vor der Sonneneinstrahlung zu schützen und die Innenräume kühl zu halten. Diese Holzgitter werden auch Maschrabiyya genannt. Dank ihrer war es der muslimischen Damenwelt möglich, das Straßenleben zu beobachten, ohne sich um eine Verschleierung sorgen zu müssen. Transparenz kommt aus dem Morgenland weiterlesen