Die englische Hafenstadt Whitehaven war in vergangenen Zeiten ein Ausgangspunkt für den Handel mit den britischen Kolonien an der Ostküste Nordamerikas. In der Mitte des 18. Jahrhunderts entwickelte sich die Stadt durch die Einfuhr von Tabak aus Maryland und Virginia zu einem der größten Tabakhäfen Englands. Gleichzeitig war Whitehaven eine der ersten beiden Städte, die im nachmittelalterlichen England vollständig neu geplant wurden. Die Stadt gilt als das am besten erhaltene Beispiel für die georgianische Architektur. Obwohl die Beweislage nicht eindeutig ist, sind insbesondere lokale Historiker davon überzeugt, dass die damals neu angelegten rechtwinkligen Straßenzüge, die Blaupause für den Bau Manhattans lieferten.
Kantiger Fels in der Brandung weiterlesenKategorie: Dach
Kirche in Zink
Der Bau der Biggetalsperre in den 1960er Jahren bedeutete den Untergang für die Ortschaft Listernohl. Sie versank mitsamt der alten Kirche in den Fluten des neuen Wasserspeichers im Sauerland. Die Bevölkerung wurde umgesiedelt und erhielt mit Neu-Listernohl ein neues Zuhause in der Nähe des Stausees. Auch die alte katholische Pfarrkirche erhielt ein neues Gegenstück, dessen Kirchturm wurde mit einer Metallhülle bekleidet.
Kirche in Zink weiterlesenNeue Perspektive: Die fünfte Fassade rückt ins Bild
Als der Bau eines neuen Hauptquartiers für die Genossenschaft CIA anstand, gab es gute Gründe, in ein repräsentatives Aushängeschild zu investieren. Die Commercianti Indipendenti Associati hat klein begonnen, sie wurde im Jahr 1959 in der Stadt Forlì von zehn lokalen Kaufleuten gegründet. Doch heute ist sie ein Teil von Conad, der größten Kooperative unabhängiger Einzelhandelsunternehmer Italiens. Allein für die im Nordosten des Landes beheimatete Genossenschaft CIA arbeiten heute über 14.000 Menschen.
Neue Perspektive: Die fünfte Fassade rückt ins Bild weiterlesenDie Architektur zum Wein
Einst war der Fluss Douro die Hauptverkehrsader für den Portwein-Transport. Über sie wurde der Portwein aus dem Anbaugebiet Alto Douro flussabwärts zu den großen Portweinkellereien in den Städten Porto und Vila Nova de Gaia verschifft. Heute übernehmen Lkws diesen Transport. Der Handel mit Portwein prägt Vila Nova de Gaia jedoch bis heute. In den Kellereien und Lagerhäusern reift der süße Wein mindestens zwei Jahre, teilweise auch viel länger. Die Stadt ist das Zentrum der portugiesischen Portweinproduktion und die Hallen der Produzenten an der Uferpromenade des Douro ziehen viele Touristen an.
Die Architektur zum Wein weiterlesenRuheort zwischen See und Skyline
Bereits in der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts, als der Venezianer Marco Polo auf seinen Reisen das chinesische Reich durchquerte, war Suzhou die Seidenhauptstadt des Landes. Bis heute konnte die Stadt ihre führende Position in der Seidenproduktion behaupten. Das 2500 Jahre alte Suzhou ist mittlerweile eine Millionenmetropole und ein Zentrum der Hightech-Industrie. Ein Wahrzeichen der Stadt ist das „Gate to the East“, ein 300 Meter hoher Zwillingsturm, dessen obere Etagen sich zu einem gigantischen Bogen verbinden. Der Wolkenkratzer unterstreicht die Bedeutung der Stadt für das moderne China. Zu seinen Füßen, eingebettet zwischen ein Kampferbaum-Wäldchen und das Ufer des Jinji-Sees, wurde ein Pavillon gebaut, der die traditionelle und die moderne Seite Chinas vereint.
Ruheort zwischen See und Skyline weiterlesenDoppelt aufgestockt und halb versteckt
Bezahlbarer Wohnraum ist ein wichtiger Punkt auf der politischen Agenda vieler Parteien. Doch gerade in den dicht besiedelten Innenstädten fehlt oft der Platz für neue Gebäude. Und selbst wenn dieser vorhanden ist, steht eine vermehrte Bautätigkeit oft im Konflikt mit einer ökologisch sinnvollen Entsiegelung der Flächen. Auch in Hamburg wird nach Lösungen für dieses Dilemma gesucht. Die Elbmetropole ist in den letzten Jahren kontinuierlich gewachsen und mit rund 1,86 Millionen Einwohnern mittlerweile die zweitgrößte Stadt Deutschlands. Freie Flächen für neue Gebäude sind besonders in der Kernstadt kaum zu finden – und wenn, dann sind sie entsprechend teuer.
Doppelt aufgestockt und halb versteckt weiterlesenDie Rückkehr des Königs
Ein Whisky braucht Zeit, um seinen Geschmack zu entfalten und um seinen Wert zu steigern. Eine Destillerie, die neu beginnt, ist deswegen auf eine gute Strategie angewiesen. Sie muss die Zeit überbrücken, in der zunächst nur junge Jahrgänge zum Verkauf angeboten werden können.
Die Rückkehr des Königs weiterlesenFirstlose Wiedergeburt
Das belgische Waasmunster ist eine kleine Gemeinde zwischen Antwerpen und Gent in der flämischen Provinz Ostflandern. Umgeben von Feldern präsentiert der Ort selbst sich mit einem grünen Antlitz. Waldreiche Grundstücke bestimmen das Bild. Fast wirkt es, als seien die Häuser mit großzügigen Abständen direkt in eine weitläufige Parklandschaft hineingebaut worden. JUMA Architects erhielten den Auftrag, in diesem Umfeld ein aufgegebenes Haus aus dem Jahr 1987 zu neuem Leben zu erwecken.
Firstlose Wiedergeburt weiterlesenNachts im Wald
Wie sollte ein Hotel aussehen, das sich von Bäumen umgeben optimal in ein natürliches Umfeld einfügt? Für die Betreiber des Hochseilgartens K1 gab es da nur eine passende Antwort. Jedes Hotelzimmer sollte als eigenes kleines Baumhaus gestaltet werden. Die praktische Umsetzung dieser Idee zeigt das Baumhaushotel K1 am Hochseilgarten in der Nähe von Odenthal im Bergischen Land. Mitten in der Natur bieten alle Baumhäuser einen dezent-luxuriösen Komfort. „Echo“ ist eines dieser Baumhäuser. Es besitzt eine Hülle, die mit Schindeln aus QUARTZ-ZINC bekleidet ist.
Nachts im Wald weiterlesenHeilsame Architektur im Strafvollzug
Kaum jemand würde beim Anblick des zweigeschossigen Gebäudes in der britischen Küstenstadt Southampton vermuten, dass sich hinter dem freundlichen Antlitz die humanere Version einer Justizvollzugsanstalt verbirgt. Das Gebäude fügt sich fast nahtlos in das viktorianisch geprägte Umfeld ein, doch das helle Ziegelmauerwerk und die grünen Zinkdächer weisen darauf hin, dass es sich um einen kompletten Neubau handelt. In der Straßenansicht präsentiert es sich wie ein Ensemble aus drei Einfamilienhäusern. Erst auf den zweiten Blick wird deutlich, dass die einzelnen Baukörper miteinander verbunden sind.
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