Das kleine Detail

Wir hatten uns in diesem Blog bereits einige Male dem Thema Ornamente aus Zink und Kupfer gewidmet und wollen es hier nochmals aufgreifen. Waren im 19. Jahrhundert Zierelemente an Fassaden noch allgegenwärtig, fragte man sich in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts: Muss das alles sein? Die Moderne kannte keine Ornamente, sie verschwanden und so richtig sind sie seither nie zurückgekommen.

Mehrfamilienhaus Stülerstraße 2 & 4, Berlin. Architekt Rob Krier
Ein Beispiel für die Architektur der Postmoderne. Interessant ist dabei die Plastik über dem Durchgang.
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Ein Vorhang geht rund

Mit etwas gutem Willen lässt sich eine wolkenförmige Gestalt ausmachen, wenn man das Lern- und Lehrgebäude der Monash University im australischen Melbourne betrachtet. Mit dieser Anspielung auf die flüchtigen Himmelsformen schlägt das Gebäude eine Brücke zum Begriff der „Cloud“ und zur Wissensvermittlung in einer digitalisierten Welt.

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Patina

Die meisten Oberflächen von Werkstoffen verändern sich im Laufe der Zeit durch eine Reaktion mit den Bestandteilen der Atmosphäre. Es gibt hierbei einige Ausnahmen, wie Gold, einige Extreme, wie Rost auf Eisen oder Stahl, aber auch sehr ästhetische Beispiele wie die Veränderung von Kupfer. Die zunächst metallisch blanke rotbraune Oberfläche dieses Metalls verändert sich über die Jahre in ein mattes Grün, eine Patina bildet sich.

Rathaus in Bremen mit einem imposanten Kupferdach
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Ist Schwarz eine Farbe?

In diesem Blogbeitrag wollen wir einen Blick auf die Farben von Oberflächen werfen. Dies ist ein weites Feld. Einige Bauwerke erhielten sogar Ihren Namen über die Farbe des an der Gebäudehülle verwendeten Materials. Ein sehr bekanntes Beispiel hierfür ist das Rote Rathaus in Berlin. Die roten Backsteine, welche an der Fassade rund um das Gebäude und am Turm verwendet wurden, sind der Grund für diese Namensgebung.

Rote Rathaus in Berlin, 1871, Architekt: Hermann Friedrich Waesemann
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Einkaufszentrum in Falten gelegt

Wie verleiht man einem Einkaufszentrum eine verlockende und aufsehenerregende Anziehungskraft? Zum Beispiel mit einem riesigen Halstuch, über 100 Meter lang und mehrere Stockwerke hoch, das rund um den Eingang und eine Ecke des Gebäudes drapiert ist. Das Architekturstudio Practice Design Pvt. Ltd entwickelte diese Idee für das Esplanade One in der indischen Stadt Bhubaneswar. Die Wurzeln für die symbolische Wahl eines Halstuchs liegen in der historischen Handwerkstradition der Region und sind durchaus eine Anmerkung wert, wirklich außergewöhnlich ist aber, auf welche Weise die Idee konkret Gestalt annahm.

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Kuppeln auf Moscheen

Kurz vor Weihnachten hatten wir uns mit dem Thema sakrale Bauten beschäftigt. Nun beginnt die Zeit des Ramadans und so ist es angemessen, einen Blick auf Moscheen zu werfen. Bei Bauten für Gläubige gibt es immer einige Elemente, welche diese sofort als solche erkennbar machen. Bei Kirchen läuten Glocken von Türmen zum Gebet, bei Moscheen erfolgt dieser Ruf von den Minaretten. Ein weiteres Merkmal, welches viele Moscheen auszeichnet, sind Kuppeln. Sicher gibt es auch viele architektonisch interessante Beispiele ohne Kuppeln, in diesem Beitrag wollen wir uns aber diesem Thema widmen.

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Auf Odins Spuren

Auf seinem Pferd Sleipnir – dem Dahingleitenden – begab sich Odin auf ausgedehnte Reisen durch die Welten von Göttern, Menschen und anderen sinistren Gestalten. Laut einer norwegischen Sage ist das majestätische Dahingleiten des Gottes an einem bestimmten Berg in eine eher holprige Angelegenheit umgeschlagen. Bei einem Flug über Norwegens Fjordlandschaft krachte der achtbeinige Sleipnir auf diesen Berg und hinterließ einen mächtigen Hufabdruck, welcher den Gipfel nachhaltig umformte. Der Berg heißt heute Hoven und der Bezug zwischen dem Berg und dem norwegischen Wort Hov, zu Deutsch Huf, drängt sich förmlich auf.

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Think big

Was bleibt hängen, wenn man in der Architekturgeschichte zurückblickt? Zum einen die kleinen Schmuckstücke wie etwa das Tempietto di Bramante oder der Barcelona Pavillon von Mies van der Rohe.

Tempietto di Bramante in Rom, ca. 1500

Auf der anderen Seite erinnern wir uns an die großen Dinge: Parthenon, Kolosseum oder die Kathedralen der Gotik. In diesem Blogeintrag soll es um die großen Gebäude gehen. Genauer gesagt, wollen wir Bedachungen auf großen Gebäuden betrachten.

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Mit altem Schwung ins neue China

Die traditionelle Architektur Chinas hat nicht zuletzt durch einschlägige Kinofilme den Weg ins kollektive Gedächtnis der westlichen Welt gefunden. Die Shaolin-Mönche lassen grüßen. Doch Bilder aus dem modernen China haben diese selektive Wahrnehmung erweitert, wenn nicht gar ersetzt. Die Millionenstädte mit ihren Hochhauslandschaften sind in den Medien überaus präsent. Shanghai tritt mit seiner Skyline in Konkurrenz zu New York. Die alten Tempel und Paläste mit ihren leuchtenden Farben und geschwungenen Dächern scheinen zunehmend in den Hintergrund zu rücken. Doch es gibt auch Bauprojekte, die diesem Trend entgegen wirken. Das zeigt ein Wohnkomplex in Suzhou.

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