Ohne Anfang und Ende

Es ist noch gar nicht so lange her, dass Universitätsbibliotheken den Eindruck heiliger Hallen vermittelten, in denen jedes Geräusch ein unerwünschter Störfaktor war. Das Learning Center der Université de Haute-Alsace im elsässischen Mulhouse wirbt für ein zeitgemäßeres Konzept. Natürlich gibt es auch hier traditionelle Bücherregale. Rund ein Drittel der 73.000 gedruckten Exemplare der Bibliothek stehen für den direkten, „analogen“ Zugriff zur Verfügung. Das Learning Center ist jedoch weit mehr als die Fortführung einer traditionellen Universitätsbibliothek.

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Sternenhimmel auf Erden

Der kleine französische Ort Le Clion-sur-Mer hat mit dem Salle-Joséphine-Baker einen neuen Gemeindesaal erhalten. Er glänzt tagsüber mit einer ausdrucksstarken Erscheinung und erstrahlt nachts mit einer leuchtenden Fassade. Damit wandelt er ein wenig auf den Spuren seiner berühmten Namenspatin, die zunächst als Tänzerin, Schauspielerin und Sängerin die Menschen verzauberte und später ihre Bekanntheit nutzte, um für mehr Toleranz und Menschlichkeit einzutreten. Anfang des letzten Jahrhunderts in den USA geboren, nahm Josephine Baker im Jahr 1937 die französische Staatsbürgerschaft an. Alsbald schloss sie sich als aktive Widerstandskämpferin gegen den Nationalsozialismus der Résistance an. Zeit ihres Lebens setzte sie sich immer wieder gegen Rassismus und für die Freiheit und Gleichheit aller Menschen unabhängig von Nationalität, Hautfarbe oder Religion ein. Jahrzehnte nach ihrem Tod im Jahr 1975 wurde sie 2021 mit einem Platz im Panthéon, der nationalen Ruhmeshalle Frankreichs und Grabstätte berühmter Persönlichkeiten des Landes, geehrt.

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Hakuna Matata, Aufstockung mit Dschungelflair

Marvila, ein lange vernachlässigtes Viertel in Portugals Hauptstadt Lissabon, nimmt an Fahrt auf. Dank seiner Nähe zum Stadtzentrum wächst es mit öffentlichen und privaten Investitionen in Milliardenhöhe rasant. Viele Galerien, Cafés, Restaurants und Craft-Beer Brauereien haben sich schon angesiedelt. Marvila erstreckt sich am Ufer des weitläufigen Rio Tejo, kurz bevor dieser in den Atlantik mündet. In der Vergangenheit teilten Hafenanlagen, Industrie und gewerbliche Bereiche die am Fluss gelegenen Gegenden des Viertels unter sich auf. Doch das Bild hat sich gewandelt, mit neu entstandenen kulturellen und kulinarischen Angeboten ist Marvila en Vogue und seine Anziehungskraft als Wohn- und Lebensraum ist gewachsen. Wohnflächen stehen nun mit Gewerbeflächen im Konkurrenzkampf. Eine Gebäude-Aufstockung erwies sich als praktikable und zeitgemäße Möglichkeit, hier neuen Wohnraum zu schaffen.

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Zug um Zug vom Bahnhof zum Bürogebäude

Die kleine Stadt Hässleholm liegt an einer der ersten beiden Eisenbahnstrecken in Schweden, auf denen dampfbetriebene Züge verkehrten. Auf älteren Schienenverbindungen zogen noch Pferde die Bahnen über das Land. Ab 1856 startete jedoch der Bau der „Södra Stambanan“ mit Malmö als Ausgangspunkt. Im Jahr 1860 erreichte diese „Südliche Stammbahn“ Hässleholm, bevor die Arbeiten in nördlicher Richtung voranschritten. Später wurde der Ort an weitere Verbindungen angebunden: Die Eisenbahn machte Hässleholm zu einem attraktiven Platz. Ursprünglich nicht mehr als ein großer Gutshof entwickelte es sich zu einer Ortschaft, die heute rund 19.500 Einwohner zählt.

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