Mit altem Schwung ins neue China

Die traditionelle Architektur Chinas hat nicht zuletzt durch einschlägige Kinofilme den Weg ins kollektive Gedächtnis der westlichen Welt gefunden. Die Shaolin-Mönche lassen grüßen. Doch Bilder aus dem modernen China haben diese selektive Wahrnehmung erweitert, wenn nicht gar ersetzt. Die Millionenstädte mit ihren Hochhauslandschaften sind in den Medien überaus präsent. Shanghai tritt mit seiner Skyline in Konkurrenz zu New York. Die alten Tempel und Paläste mit ihren leuchtenden Farben und geschwungenen Dächern scheinen zunehmend in den Hintergrund zu rücken. Doch es gibt auch Bauprojekte, die diesem Trend entgegen wirken. Das zeigt ein Wohnkomplex in Suzhou.

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Bitte alle einsteigen

Entwicklungen kommen manchmal rasant daher. Im Zuge der industriellen Revolution im 19. Jahrhundert wurden neue Transportmittel benötigt und neben Eisen und Stahl auch bis dahin kaum verwendete Metalle genutzt. Zu den bekanntesten neuen Transportmitteln dieser Zeit zählt die Eisenbahn, zu den neuen Metallen Zink. Bei beiden gibt es in der Entwicklung zahlreiche Parallelen und Überschneidungen, welche bis in die heutige Zeit hineinreichen.

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Sakrale Bauten

Die Adventszeit steht vor der Tür. Sie wird in diesem herausfordernden Jahr anders als sonst werden. Dennoch nutzen wir die Gelegenheit und werfen einen Blick auf sakrale Architektur. Bedachungen von Kirchen wurden schon vor Jahrhunderten mit Metall gedeckt. Man denke an das Blei für Dach und Kuppeln auf dem Markusdom in Venedig. Einige Zeit später kam für Kirchendächer das dauerhafte Metall Kupfer und mit ihm die Stehfalztechnik hinzu.

Saint-Barthélemy in Lüttich ist ursprünglich eine romanische Kirche aus dem 11. und 12. Jahrhundert.
Teile das Dachs wurden Anfang des 19. Jahrhunderts mit dem damals neuen Werkstoff Zink eingedeckt.
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Flächenbündig

In der zeitgenössischen Architektur findet man seit einigen Jahren vermehrt die Verwendung von Flachdächern. Dennoch werden vor allem im Bereich der Einfamilienhäuser nach wie vor Steildächer geplant. Es würde sich anbieten, an dieser Stelle in eine tiefere Diskussion hierzu einzutreten, aber beide Formen haben durchaus Ihre Berechtigung und sind heute sicher ausführbar.

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Raum für Experimente

Die Charterhouse School gehört zu den wichtigsten privaten Bildungseinrichtungen Großbritanniens. Ursprünglich 1611 gegründet, wurde sie später von London in das weiter südwestlich gelegene Godalming verlegt. Im neogotischen Stil entstand auf einem Hügel oberhalb der Stadt ein Gebäudeensemble, das den Prototyp einer altehrwürdigen englischen Privatschule darstellt und problemlos als Schauplatz für einschlägige TV-Serien herhalten könnte: ein vielfach verzweigter Gebäudekomplex mit Türmen, verschachtelten Dächern und vielen Schornsteinen. Raum für Experimente weiterlesen

Sittin‘ on the dock of the bay

Schon seit vielen Jahrhunderten ist der Fluss Tyne ein wichtiger Handelsweg für Kohleexporte aus dem Nord-Westen Englands. An seinem nördlichen Ufer, direkt an der Mündung in die Nordsee, liegt der Ort North Shields. Mitte des 19. Jahrhunderts hat sich hier das Schiffsbau-Unternehmen Smith’s Dock angesiedelt. Heute haben die Werften von Smith’s Dock ihren Betrieb eingestellt und auf dem ehemaligen Werftgelände, wo einst viele Schiffe vom Stapel gelaufen sind und Tausende beschäftigt waren, stehen zwei große neue Wohnhäuser. Sie sind von Kopf bis Fuß in rotes Zink gehüllt. Sittin‘ on the dock of the bay weiterlesen

Vom Winde verweht

Ein brausender Wind diente schon als Ausgangspunkt für so manche künstlerische Betätigung. Die Architektur, eher auf dauerhafte und feste Formen abonniert, fällt einem da nicht als Erstes ein. Doch über den Mont-Royal fegt ein Wind, der seine Spuren sogar in der Baukunst hinterlassen hat. Das Atelier Urban Face fand hier die Inspiration zu drei kleinen Kioskgebäuden. Die Kiosques du Mont-Royal dienen der Erschließung eines Erholungsgebietes auf dem Hausberg der kanadischen Stadt Montreal. Sie liegen inmitten des Mont-Royal Parks und sind ein beeindruckendes Beispiel für die Mikroarchitektur, die wir vor einiger Zeit in diesem Blog vorgestellt haben. Durch ihre zurückhaltenden Ausmaße wahren sie die Integrität des Berges. Mit großen Glasflächen an den schmalen Seiten fügen sie sich offen in die Landschaft ein. Vom Winde verweht weiterlesen

Mit 360° in die Vergangenheit

Ein außergewöhnliches Gemälde führt die Besucher des Panorama Museums in Bursa auf eine Zeitreise in das frühe 14. Jahrhundert. Das Gemälde bebildert die Einnahme der Stadt, ein prägendes Ereignis der Gründungsepoche des osmanischen Reiches. Die Panorama-Idee wird im Museum der Millionenstadt südlich von Istanbul sehr umfassend umgesetzt. Mit einem kompletten 360° Blickwinkel schmückt das Gemälde die Innenwände einer Kuppel mit einem Durchmesser von 42 Metern. 11 Künstler haben gemeinsam an dem Werk gearbeitet. Es zeigt rund 10.000 menschliche und tierische Figuren bei diversen Beschäftigungen außerhalb der Stadtmauern von Bursa. Mit 360° in die Vergangenheit weiterlesen

Mikroarchitektur

Computer klein

Googelt man den Begriff Mikroarchitektur, so stößt man recht schnell auf viele Einträge über Rechnerstrukturen aus dem Bereich der IT. Wir wollen an dieser Stelle eine andere Art von Mikroarchitektur betrachten, die innerhalb des Bauwesens. Es geht um die vielen kleinen Gebäude, denen wir täglich begegnen und oft kaum Beachtung schenken: Wartehäuschen, Kioske, Bushaltestellen, Ticketschalter… Gebäude, die noch weitaus kleiner sind als ein Einfamilienhaus. Mikroarchitektur weiterlesen