Nachts im Wald

Wie sollte ein Hotel aussehen, das sich von Bäumen umgeben optimal in ein natürliches Umfeld einfügt? Für die Betreiber des Hochseilgartens K1 gab es da nur eine passende Antwort. Jedes Hotelzimmer sollte als eigenes kleines Baumhaus gestaltet werden. Die praktische Umsetzung dieser Idee zeigt das Baumhaushotel K1 am Hochseilgarten in der Nähe von Odenthal im Bergischen Land. Mitten in der Natur bieten alle Baumhäuser einen dezent-luxuriösen Komfort. „Echo“ ist eines dieser Baumhäuser. Es besitzt eine Hülle, die mit Schindeln aus QUARTZ-ZINC bekleidet ist.

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Heilsame Architektur im Strafvollzug

Kaum jemand würde beim Anblick des zweigeschossigen Gebäudes in der britischen Küstenstadt Southampton vermuten, dass sich hinter dem freundlichen Antlitz die humanere Version einer Justizvollzugsanstalt verbirgt. Das Gebäude fügt sich fast nahtlos in das viktorianisch geprägte Umfeld ein, doch das helle Ziegelmauerwerk und die grünen Zinkdächer weisen darauf hin, dass es sich um einen kompletten Neubau handelt. In der Straßenansicht präsentiert es sich wie ein Ensemble aus drei Einfamilienhäusern. Erst auf den zweiten Blick wird deutlich, dass die einzelnen Baukörper miteinander verbunden sind.

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Dem Handel geht ein Licht auf

Im Dezember prägen die Weihnachtsmärkte mit ihren stimmungsvoll beleuchteten Ständen und Hütten wieder das Bild vieler deutscher Innenstädte. Doch Märkte gibt es in den unterschiedlichsten Formen. Außerhalb der winterlichen Festtage sind Wochenmärkte mit mobilen Ständen ein gewohnter Anblick. Daneben gibt es auch noch die großen Markthallen, in denen ohne Pause Waren gehandelt werden. Der neue städtische Markt in der kleinen portugiesischen Ortschaft Vila Nova de Foz Côa beschreitet einen etwas anderen Weg.

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Sozialer Wohnungsbau mit Weitblick

Die öffentlichen Wohnungsämter zählen zu den wichtigsten Säulen des sozialen Wohnungsbaus in Frankreich. Actis ist ein solcher öffentlicher Anbieter von Sozialwohnungen in Grenoble, der größten Stadt im französischen Alpenvorland. Im Flaubert-Viertel von Grenoble ließ Actis nun ein Gebäude mit 56 Sozialwohnungen errichten, das in vielerlei Hinsicht als wegweisend angesehen werden kann.

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Sanfter Auftritt

In den letzten Jahren haben sich viele städtische Bibliotheken neu ausgerichtet und setzen vermehrt auf digitale Angebote und Arbeitsplätze. So wollen sie besonders bei jungen Menschen Interesse für ihre Dienstleistungen wecken. Mit der neuen Natalia-Ginzburg-Bibliothek beschreitet die Gemeinde Castel Maggiore einen anderen Weg: Sie gab ein Gebäude in Auftrag, das sich einer traditionellen Wissens- und Kulturvermittlung verschreibt. Um trotzdem gegen die digitale Konkurrenz von Streamingdiensten und Social Networks bestehen zu können, erweiterte die kleine italienische Gemeinde im Norden Bolognas die Anforderungen an das analoge Portfolio ihrer Bibliothek. In dem neuen Gebäude sollten der ausleihbaren Literatur Veranstaltungen, Ausstellungen und Konferenzen zur Seite treten.

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Ruhesitz mit Benefits

Historische Gutshäuser und Stallungen stehen nicht nur in Deutschland häufig unter Denkmalschutz. In der Regel ist dann für eine Umwandlung in modernen Wohnraum ein enger Rahmen vorgegeben. Deutlich mehr Freiheiten hatte das Architekturbüro CDC Studio bei einem Projekt in Bartlow, das mit einer alten Scheune begann. In dem kleinen Ort südwestlich von Cambridge bekam das Team von einem pensionierten Ehepaar den Auftrag, ein Gebäude zu entwerfen, das diesem als Altersruhesitz dienen sollte. Allerdings brachten die beiden ihre ganz eigenen Vorstellungen mit. Einerseits wollten sie sich zu zweit in dem Haus nicht verloren fühlen, andererseits sollte das Gebäude die Möglichkeit bieten, die restliche Familie bei längeren Besuchen zu beherbergen oder andere Dorfbewohner zu größeren Festen einzuladen. Denn das kleine englische Dorf, das schon im Jahr 1967 vom Schienenverkehr abgeschnitten wurde, hat außer einem Pub wenig Infrastruktur für seine Bewohner zu bieten.

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Wimbledon schlägt Wellen

Als Austragungsort für eines der vier Grand-Slam-Turniere ist Wimbledon weltweit bekannt. Doch auch abseits des hochdotierten Tennisspektakels investiert der Stadtteil im Südwesten Londons in sportliche Aktivitäten. Die King’s College School hat für ihre Schülerinnen und Schüler ein neues Sportzentrum gebaut, das außerhalb der Unterrichtszeiten der Tagesschule auch den Mitgliedern des King’s Club und den Anwohnern zur Verfügung steht. Auf dem Schulgelände finden sich natürlich die für Wimbledon obligatorischen Tennisplätze, doch das King’s College School Sports Centre beherbergt andere Sportarten. Mit einem Mix aus Neu- und Umbaumaßnahmen fasst es einige Sportstätten auf dem Schulgelände, die bisher verbindungslos nebeneinander standen, nun zu einem Gesamtkomplex zusammen. Alle Angebote sind damit über einen zentralen Eingang erreichbar.

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Ohne Anfang und Ende

Es ist noch gar nicht so lange her, dass Universitätsbibliotheken den Eindruck heiliger Hallen vermittelten, in denen jedes Geräusch ein unerwünschter Störfaktor war. Das Learning Center der Université de Haute-Alsace im elsässischen Mulhouse wirbt für ein zeitgemäßeres Konzept. Natürlich gibt es auch hier traditionelle Bücherregale. Rund ein Drittel der 73.000 gedruckten Exemplare der Bibliothek stehen für den direkten, „analogen“ Zugriff zur Verfügung. Das Learning Center ist jedoch weit mehr als die Fortführung einer traditionellen Universitätsbibliothek.

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Sternenhimmel auf Erden

Der kleine französische Ort Le Clion-sur-Mer hat mit dem Salle-Joséphine-Baker einen neuen Gemeindesaal erhalten. Er glänzt tagsüber mit einer ausdrucksstarken Erscheinung und erstrahlt nachts mit einer leuchtenden Fassade. Damit wandelt er ein wenig auf den Spuren seiner berühmten Namenspatin, die zunächst als Tänzerin, Schauspielerin und Sängerin die Menschen verzauberte und später ihre Bekanntheit nutzte, um für mehr Toleranz und Menschlichkeit einzutreten. Anfang des letzten Jahrhunderts in den USA geboren, nahm Josephine Baker im Jahr 1937 die französische Staatsbürgerschaft an. Alsbald schloss sie sich als aktive Widerstandskämpferin gegen den Nationalsozialismus der Résistance an. Zeit ihres Lebens setzte sie sich immer wieder gegen Rassismus und für die Freiheit und Gleichheit aller Menschen unabhängig von Nationalität, Hautfarbe oder Religion ein. Jahrzehnte nach ihrem Tod im Jahr 1975 wurde sie 2021 mit einem Platz im Panthéon, der nationalen Ruhmeshalle Frankreichs und Grabstätte berühmter Persönlichkeiten des Landes, geehrt.

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Himmlische Verbindung

Neu-Delhis wichtigster Bahnhof hat eine Erweiterung bekommen, die den Wechsel zu anderen Transportmitteln deutlich verbessert. Ihr Name weist auf große Ambitionen hin: Der „Skywalk“ ist mehr als eine einfache Fußgängerbrücke. Das Architekturbüro Studio ISA hat sich für den Skywalk von einem astronomischen Observatorium inspirieren lassen. Dieses „Jantar Mantar“ liegt ebenfalls in der indischen Hauptstadt Neu-Delhi und zeichnet sich durch auffällige Rundungen und Wegführungen aus. Ein Maharadscha ließ es zu Beginn des 18. Jahrhunderts errichten, um die Bewegungen von Sonne, Sternen und Planeten vorherzusagen. Ähnliche Rundungen und Zugangswege sind auch zu einem zentralen Element des Skywalks geworden. Und mit etwas gutem Willen könnte man sagen, dass es bei der Planung auch darum ging, Bewegungen vorherzusagen und möglichst sinnvoll zu unterstützen, nämlich die Bewegungen der Passagiere von einem Verkehrsmittel zum nächsten.

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