Neue Perspektive: Die fünfte Fassade rückt ins Bild

Als der Bau eines neuen Hauptquartiers für die Genossenschaft CIA anstand, gab es gute Gründe, in ein repräsentatives Aushängeschild zu investieren. Die Commercianti Indipendenti Associati hat klein begonnen, sie wurde im Jahr 1959 in der Stadt Forlì von zehn lokalen Kaufleuten gegründet. Doch heute ist sie ein Teil von Conad, der größten Kooperative unabhängiger Einzelhandelsunternehmer Italiens. Allein für die im Nordosten des Landes beheimatete Genossenschaft CIA arbeiten heute über 14.000 Menschen.

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Die Architektur zum Wein

Einst war der Fluss Douro die Hauptverkehrsader für den Portwein-Transport. Über sie wurde der Portwein aus dem Anbaugebiet Alto Douro flussabwärts zu den großen Portweinkellereien in den Städten Porto und Vila Nova de Gaia verschifft. Heute übernehmen Lkws diesen Transport. Der Handel mit Portwein prägt Vila Nova de Gaia jedoch bis heute. In den Kellereien und Lagerhäusern reift der süße Wein mindestens zwei Jahre, teilweise auch viel länger. Die Stadt ist das Zentrum der portugiesischen Portweinproduktion und die Hallen der Produzenten an der Uferpromenade des Douro ziehen viele Touristen an.

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Ruheort zwischen See und Skyline

Bereits in der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts, als der Venezianer Marco Polo auf seinen Reisen das chinesische Reich durchquerte, war Suzhou die Seidenhauptstadt des Landes. Bis heute konnte die Stadt ihre führende Position in der Seidenproduktion behaupten. Das 2500 Jahre alte Suzhou ist mittlerweile eine Millionenmetropole und ein Zentrum der Hightech-Industrie. Ein Wahrzeichen der Stadt ist das „Gate to the East“, ein 300 Meter hoher Zwillingsturm, dessen obere Etagen sich zu einem gigantischen Bogen verbinden. Der Wolkenkratzer unterstreicht die Bedeutung der Stadt für das moderne China. Zu seinen Füßen, eingebettet zwischen ein Kampferbaum-Wäldchen und das Ufer des Jinji-Sees, wurde ein Pavillon gebaut, der die traditionelle und die moderne Seite Chinas vereint.

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Die Rückkehr des Königs

Ein Whisky braucht Zeit, um seinen Geschmack zu entfalten und um seinen Wert zu steigern. Eine Destillerie, die neu beginnt, ist deswegen auf eine gute Strategie angewiesen. Sie muss die Zeit überbrücken, in der zunächst nur junge Jahrgänge zum Verkauf angeboten werden können.

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Heilsame Architektur im Strafvollzug

Kaum jemand würde beim Anblick des zweigeschossigen Gebäudes in der britischen Küstenstadt Southampton vermuten, dass sich hinter dem freundlichen Antlitz die humanere Version einer Justizvollzugsanstalt verbirgt. Das Gebäude fügt sich fast nahtlos in das viktorianisch geprägte Umfeld ein, doch das helle Ziegelmauerwerk und die grünen Zinkdächer weisen darauf hin, dass es sich um einen kompletten Neubau handelt. In der Straßenansicht präsentiert es sich wie ein Ensemble aus drei Einfamilienhäusern. Erst auf den zweiten Blick wird deutlich, dass die einzelnen Baukörper miteinander verbunden sind.

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Dem Handel geht ein Licht auf

Im Dezember prägen die Weihnachtsmärkte mit ihren stimmungsvoll beleuchteten Ständen und Hütten wieder das Bild vieler deutscher Innenstädte. Doch Märkte gibt es in den unterschiedlichsten Formen. Außerhalb der winterlichen Festtage sind Wochenmärkte mit mobilen Ständen ein gewohnter Anblick. Daneben gibt es auch noch die großen Markthallen, in denen ohne Pause Waren gehandelt werden. Der neue städtische Markt in der kleinen portugiesischen Ortschaft Vila Nova de Foz Côa beschreitet einen etwas anderen Weg.

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Sozialer Wohnungsbau mit Weitblick

Die öffentlichen Wohnungsämter zählen zu den wichtigsten Säulen des sozialen Wohnungsbaus in Frankreich. Actis ist ein solcher öffentlicher Anbieter von Sozialwohnungen in Grenoble, der größten Stadt im französischen Alpenvorland. Im Flaubert-Viertel von Grenoble ließ Actis nun ein Gebäude mit 56 Sozialwohnungen errichten, das in vielerlei Hinsicht als wegweisend angesehen werden kann.

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Sanfter Auftritt

In den letzten Jahren haben sich viele städtische Bibliotheken neu ausgerichtet und setzen vermehrt auf digitale Angebote und Arbeitsplätze. So wollen sie besonders bei jungen Menschen Interesse für ihre Dienstleistungen wecken. Mit der neuen Natalia-Ginzburg-Bibliothek beschreitet die Gemeinde Castel Maggiore einen anderen Weg: Sie gab ein Gebäude in Auftrag, das sich einer traditionellen Wissens- und Kulturvermittlung verschreibt. Um trotzdem gegen die digitale Konkurrenz von Streamingdiensten und Social Networks bestehen zu können, erweiterte die kleine italienische Gemeinde im Norden Bolognas die Anforderungen an das analoge Portfolio ihrer Bibliothek. In dem neuen Gebäude sollten der ausleihbaren Literatur Veranstaltungen, Ausstellungen und Konferenzen zur Seite treten.

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Ruhesitz mit Benefits

Historische Gutshäuser und Stallungen stehen nicht nur in Deutschland häufig unter Denkmalschutz. In der Regel ist dann für eine Umwandlung in modernen Wohnraum ein enger Rahmen vorgegeben. Deutlich mehr Freiheiten hatte das Architekturbüro CDC Studio bei einem Projekt in Bartlow, das mit einer alten Scheune begann. In dem kleinen Ort südwestlich von Cambridge bekam das Team von einem pensionierten Ehepaar den Auftrag, ein Gebäude zu entwerfen, das diesem als Altersruhesitz dienen sollte. Allerdings brachten die beiden ihre ganz eigenen Vorstellungen mit. Einerseits wollten sie sich zu zweit in dem Haus nicht verloren fühlen, andererseits sollte das Gebäude die Möglichkeit bieten, die restliche Familie bei längeren Besuchen zu beherbergen oder andere Dorfbewohner zu größeren Festen einzuladen. Denn das kleine englische Dorf, das schon im Jahr 1967 vom Schienenverkehr abgeschnitten wurde, hat außer einem Pub wenig Infrastruktur für seine Bewohner zu bieten.

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Wimbledon schlägt Wellen

Als Austragungsort für eines der vier Grand-Slam-Turniere ist Wimbledon weltweit bekannt. Doch auch abseits des hochdotierten Tennisspektakels investiert der Stadtteil im Südwesten Londons in sportliche Aktivitäten. Die King’s College School hat für ihre Schülerinnen und Schüler ein neues Sportzentrum gebaut, das außerhalb der Unterrichtszeiten der Tagesschule auch den Mitgliedern des King’s Club und den Anwohnern zur Verfügung steht. Auf dem Schulgelände finden sich natürlich die für Wimbledon obligatorischen Tennisplätze, doch das King’s College School Sports Centre beherbergt andere Sportarten. Mit einem Mix aus Neu- und Umbaumaßnahmen fasst es einige Sportstätten auf dem Schulgelände, die bisher verbindungslos nebeneinander standen, nun zu einem Gesamtkomplex zusammen. Alle Angebote sind damit über einen zentralen Eingang erreichbar.

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