Die Alchemie von Licht und Schatten

Licht und Schatten stehen oft beispielhaft für den Gegensatz von Gut und Böse. Aus ihrem Aufeinandertreffen entwickelt sich höchste Spannung. Auch in der Architektur ist das Spiel mit Licht und Schatten ein elementarer Bestandteil. Doch der Architekt ist kein Drehbuchautor. Er hat nicht die Aufgabe, dem Licht zum Sieg zu verhelfen. Seine Kunst ist es, Licht und Schatten zu einem harmonischen Ganzen zu vereinen. Die Alchemie von Licht und Schatten weiterlesen

Kleiderwahl Teil 1

Bei der Kleidung, die wir täglich tragen, kombinieren wir Farben, Muster und Materialien miteinander. Für diese Auswahl spielen nicht nur die Wetterbedingungen eine Rolle, sondern auch der jeweilige Anlass. So treten wir dann kontrastreich oder dezent in Erscheinung, stechen aus der Masse heraus oder gehen in ihr auf. Bei einer Gebäudehülle ist dies nicht anders. Neben technischen Zwängen gilt es auch, die der Bauaufgabe angemessene Wirkung zu beachten. Dabei werden Materialien miteinander kombiniert und in Beziehung zueinander gebracht.

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Zollverein-Kubus, Essen, 2006; SANAA
Die Fassade besteht nur aus Beton- und Glasflächen

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Kind der Liebe in Zink gehüllt

Das kleine Künstleratelier an der schottischen Küste von Kintyre fügt sich unauffällig in die Weite der Landschaft ein. Erst bei näherer Betrachtung treten die eigenwilligen Details in Erscheinung. Die Architekten von Studio Weave aus London beschwören eine mystische Stimmung herauf und nennen ihr Werk prosaisch „ein Kind der Liebe von Fels und Heimat“. Kind der Liebe in Zink gehüllt weiterlesen

Transparent oder opak?

Raum und Licht gelten als Grundbestandteile von Architektur und der Lichteinfall ist essentiell für unser Raumempfinden. Transparente und opake Bereiche bestimmen in jeweils unterschiedlichem Verhältnis eine Fassade. Die Skala reicht hierbei von 0 bis 100 Prozent. Meist befinden sich offene zu geschlossenen Bereichen in einem bestimmten Verhältnis zueinander, aber es gibt auch Extreme. Beispiele hierfür sind vollverglaste Vorhangfassaden oder Fassaden ganz ohne Fenster wie bei einem Museumsgebäude.

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Glyptothek, München, Architekt Leo von Klenze
In den vermeintlichen Fensteröffnungen stehen Skulpturen. Die Hauptfassade ist opak.

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Das Hochhaus: Bösewicht der Architektur?

Bei uns in Deutschland sind Hochhäuser ein viel diskutiertes Thema. Nur langsam gelingt es ihnen, ihren schlechten Ruf abzuschütteln. Städtebauprojekte mit einer großen Zahl an spartanisch ausgestatteten Bauwerken haben hier viel ideellen Schaden hinterlassen. Bis heute ist Deutschland kein Hochhaus-freundliches Land. Das Hochhaus: Bösewicht der Architektur? weiterlesen

Tief oder flach?

Vermeintlich waren die Fassaden aus unterschiedlichen Epochen bis zu Beginn des 20. Jahrhunderts dreidimensional. Vorsprünge, Pilaster, Lisenen, Gesimse und weitere Elemente prägten mal intensiv, mal zurückhaltend das Bild bei vielen Bauaufgaben. Aber es gab auch in vergangenen Jahrhunderten bereits ein anderes Konzept. Die Fassaden der Fachwerkhäuser scheinen oftmals fast eben zu sein. Putzflächen, Holz und Fenster wechseln einander ab, aber letztere können in der Ebene der Außenwand liegen.

Eine neue Ästhetik

Meisterhaus Muche Schlemmer klein
Dessau-Roßlau, Meisterhaus Muche Schlemmer, Walter Gropius (1925–26)
Die großen Glasflächen treten nur wenige Zentimeter hervor.

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Was Möwen-Schwingen und ein Restaurant-Dach gemeinsam haben

Möwen sind Flugkünstler, selbst bei stürmischem Wind wirkt ihr Flug noch leicht und elegant. Aus der Hamburger HafenCity sind sie nicht wegzudenken. Die begnadeten Segelflieger teilen sich auf recht besitzergreifende Weise den Platz mit den menschlichen Mitbewohnern.
Es ist dennoch eine Besonderheit, dass sie nun auch ihren Weg in die hanseatische Architektur gefunden haben. Das Architekturbüro EMBT aus Barcelona setzte beim Entwurf des Restaurants coast by east eine außergewöhnliche Idee um: Das Dach des Gebäudes bildet die Schwingen einer Möwe im Flug nach. Was Möwen-Schwingen und ein Restaurant-Dach gemeinsam haben weiterlesen

Können Ecken rund sein?

Genau wie eine Traufe oder eine Attika begrenzen Gebäudeecken eine Fassade. Die Ausbildung dieser Ecken ist ein Thema in der Architektur, das wahrscheinlich existiert, seit gebaut wird. Zahlreiche Abhandlungen befassen sich mit dem dorischen Eckkonflikt oder der „Mies-Ecke“. Gab es auch schon Vorbilder in vergangenen Baustilepochen, so zeigt die Architektur des 20. und 21. Jahrhunderts auch die Auflösung von Gebäudecken. So bei den Gebäuden eines Erich Medelsohn oder heute eines Frank Gehry.

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Einsteinturm, Potsdam, Erich Medelsohn

Gerahmt oder Endlos?

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