Das kleine Dorf Puyloubier zeigt sich in der typischen Bauweise der ländlichen Provence. Zwar erhebt es sich nicht spektakulär auf einem hohen Felsen wie die berühmten, einst wehrhaften Orte Roussillon, Gordes oder Les Baux-de-Provence. Aber auch die kleine Gemeinde zieht sich an einem Berghang entlang. Meist dreistöckige Häuser säumen enge Straßen und spenden sich gegenseitig Schatten. Auf den Dächern und an den Fassaden herrschen erdige, Gelb- und Ockertöne vor. Die meisten Fassaden sind verputzt, doch einige geben steinsichtig einen Blick auf das typische Sandsteinmauerwerk der Region frei.
Den Ton der Provence getroffen weiterlesenFassaden ohne Fenster
Bei den meisten Gebäuden werden die Innenräume durch Fenster belichtet. Ihre Anordnung in Bezug auf eine optimale Raumbeleuchtung sowie eine ausgewogene Aufteilung ist ein bestimmendes Element der Fassadengestaltung. Es gibt aber auch Gebäude, bei denen Fenster nicht notwendig sind, wie beispielsweise Kaufhäuser. In einigen Fällen sind Fenster nicht gewollt, denn das Tageslicht soll über ein Oberlicht in die Räume fallen. Das beste Beispiel hierfür sind Kunstmuseen, in denen dies für eine gleichmäßige Ausleuchtung von Gemälden oder Fotografien sorgt.

Aus dem Dornröschenschlaf erwacht
Aufstockungen von bestehenden Wohngebäuden sind eine gute Möglichkeit, um in zugebauten Innenstädten neue Wohnflächen zu schaffen. Doch die Vorteile einer Aufstockung bleiben nicht nur dem städtischen Wohnungsbau vorbehalten. Auch andere Nutzungsformen wie beispielsweise Bürogebäude in Gewerbegebieten können von einer Aufstockung profitieren. Einerseits da auf der gleichen Grundfläche mehr Nutzfläche zur Verfügung gestellt werden kann, andererseits weil sich ein optisch langweiliger oder nicht mehr repräsentativer Standort deutlich aufwerten lässt.
Aus dem Dornröschenschlaf erwacht weiterlesenWeder Gaube noch Giebel
In diesem Blogbeitrag wollen wir einen Blick auf ein kleines architektonisches Detail werfen, bei dem man nicht genau weiß, ob es schon eine Dachgaube oder noch ein Teil der Fassade ist. Es geht um Zwerchhäuser. Man könnte jetzt meinen, ich habe mich verschrieben, aber mit Zwergen hat dies alles nichts zu tun. „Zwerch“ ist ein alter Begriff und bedeutet „quer“. Es handelt sich bei diesen Bauelementen also um Dachhäuschen in der Häuserflucht unter einem quer zum Hauptfirst verlaufendem Dach.1

Die Fenster der Zwerchhäuser befinden sich auf Höhe der Traufe und vermitteln so den Übergang von Fassade zu Dach.
Geschaffen aus dem Rot der Erde
Als der Gemeindeverband von Conques-Marcillac seinen neuen Verwaltungssitz in Auftrag gab, schwebte ihm ein Gebäude mit einer engen Verbindung zur eigenen Region vor Augen. Diese Nähe zu Land und Menschen hat das Architekturbüro CoCo Architecture konsequent verwirklicht. Die Architekten wählten Farben, Materialien und Know-how aus der heimischen Region im Süden Frankreichs, um die Einbindung in das hügelige Territorium des Marcillac-Tals zu verstärken. „La Maison du Territoire“ wurde der Verwaltungssitz folgerichtig getauft. Auf rund 1.600 m² finden hier Büros, Flächen für Vereine, ein Hilfszentrum für Senioren und ein Coworking Space ein neues Zuhause.
Geschaffen aus dem Rot der Erde weiterlesenDas kleine Detail
Wir hatten uns in diesem Blog bereits einige Male dem Thema Ornamente aus Zink und Kupfer gewidmet und wollen es hier nochmals aufgreifen. Waren im 19. Jahrhundert Zierelemente an Fassaden noch allgegenwärtig, fragte man sich in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts: Muss das alles sein? Die Moderne kannte keine Ornamente, sie verschwanden und so richtig sind sie seither nie zurückgekommen.

Ein Beispiel für die Architektur der Postmoderne. Interessant ist dabei die Plastik über dem Durchgang.
Ein Vorhang geht rund
Mit etwas gutem Willen lässt sich eine wolkenförmige Gestalt ausmachen, wenn man das Lern- und Lehrgebäude der Monash University im australischen Melbourne betrachtet. Mit dieser Anspielung auf die flüchtigen Himmelsformen schlägt das Gebäude eine Brücke zum Begriff der „Cloud“ und zur Wissensvermittlung in einer digitalisierten Welt.
Ein Vorhang geht rund weiterlesenPatina
Die meisten Oberflächen von Werkstoffen verändern sich im Laufe der Zeit durch eine Reaktion mit den Bestandteilen der Atmosphäre. Es gibt hierbei einige Ausnahmen, wie Gold, einige Extreme, wie Rost auf Eisen oder Stahl, aber auch sehr ästhetische Beispiele wie die Veränderung von Kupfer. Die zunächst metallisch blanke rotbraune Oberfläche dieses Metalls verändert sich über die Jahre in ein mattes Grün, eine Patina bildet sich.

Wellenbrecher aus Zink
Wie ein Ozeandampfer kreuzt ein neues Bürogebäude im 19. Pariser Arrondissement gegen die Wogen der benachbarten Bahngleise an. Doch das von der Architektin Anne Carcelen entworfene Gebäude kämpft auch gegen echte Wellen. Mit einer ungewöhnlichen Außenhülle aus Zink bricht es die Schallwellen des Schienenverkehrs.
Wellenbrecher aus Zink weiterlesenIst Schwarz eine Farbe?
In diesem Blogbeitrag wollen wir einen Blick auf die Farben von Oberflächen werfen. Dies ist ein weites Feld. Einige Bauwerke erhielten sogar Ihren Namen über die Farbe des an der Gebäudehülle verwendeten Materials. Ein sehr bekanntes Beispiel hierfür ist das Rote Rathaus in Berlin. Die roten Backsteine, welche an der Fassade rund um das Gebäude und am Turm verwendet wurden, sind der Grund für diese Namensgebung.
